Drei Tage Ybrig mit dem BZZ „Wo(a)nderteam» – und ehrlich: Wie soll man das in ein einziges Wort packen? Es war unvergesslich schön, lustig, anstrengend, mühelos, aussichtsreich, informativ, erholsam, fussschmerzend und noch so vieles mehr.
Los ging’s am Freitag, 28.8., in Unteriberg. Und genau dort standen wir am Sonntag wieder – rund 35 Kilometer später (!!krass!!), heil, glücklich und um unzählige schöne Eindrücke reicher.
Unsere Route führte uns durch die verschiedensten Landschaften und über Gipfel, die einen den Atem anhalten liessen. Und am Wegrand? Da warteten überall stille Zeugen mit ihren Geschichten darauf, entdeckt zu werden.
Tag 1 – Hinein ins Waagtal
Zuhinterst im Waagtal nahmen wir die Sache in Angriff. Durch den Chäswald ging es hinauf, bis sich vor uns die weiten Alpweiden am Fusse des Druesberg öffneten. In sanftem Auf und Ab näherten wir uns dem Skigebiet Hoch-Ybrig – wo statt Skifahrern an diesem Tag vielleicht ein paar Flugkünstler ihre Kreise zogen. Vorbei an der Ferienhaussiedlung Fuederegg folgten wir dem gut ausgebauten Weg zur Bergbeiz Adlerhorst. Und dort oben, hoch über dem Tal mit Weitblick bis zum Horizont, liessen wir den ersten Wandertag gemütlich ausklingen.



Tag 2 – Gämsen, Gipfelsturm und ein verstecktes Birkhuhn
Am Samstag hiess es nach einem stärkenden Frühstück: gleich ran an den strengsten Teil. Der Roggenstock ragte hinter dem Adlerhorst in die Höhe – und für uns ungeübte Kletterseelen war der Aufstieg durchaus eine Herausforderung im Grenzbereich. Doch dank der kompetenten Wanderleitung von Tatjana Probst gelang uns auch dieser Gipfelsturm mehr als gut. Kurz vor dem Ziel kreuzte sogar eine Herde Gämsen unseren Weg – und die stiegen eindeutig eleganter in die steilen Felswände als die Autorin dieses Blogs!
Oben angekommen war dann klar: Das Gipfelpanorama bei bester Sicht war jede Mühe wert. Eine Rundumaussicht, die ihresgleichen sucht.

Der Abstieg fiel etwas gnädiger aus – und dabei überraschten wir doch tatsächlich noch ein gut verstecktes Birkhuhn. Solche Momente – einfach ergreifend!
Weiter ging’s vorbei an der Fuederegg, und noch einmal stieg der Weg an, hinauf zur Kapelle mit dem wohl schönsten Ausblick der ganzen Tour. Über Alpweiden und vorbei an eindrücklichen Felstürmen erreichten wir schliesslich die Passhöhe Ibergeregg – unser Etappenziel für den Samstagabend.
Tag 3 – Über den Grat zurück ins Dorf
Sonntagmorgen, schönstes Wetter. Von der Ibergeregg aus folgten wir dem Schwyzer Höhenweg in Richtung Furggelenstock. Das Ybrig zur Rechten, das Alptal zur Linken – so wanderten wir über den breiten Grat, durch ein Mosaik aus Wäldern und Moorflächen, bis zum letzten steilen Aufstieg auf die Buziflue. Von dort führte uns der Weg weiter dem Grat entlang, bis wir gegen den frühen Nachmittag rechterhand wieder nach Unteriberg hinabstiegen.


Unten angekommen gönnten wir uns einen letzten Umtrunk, liessen all die schönen Erlebnisse noch einmal Revue passieren – und verabschiedeten uns dann, um viele wunderbare Erinnerungen reicher.
Nochmals herzlichen Dank an Tatjana Probst und www.zfuess.ch!
